Training sozialer Kompetenzen für aggressive sowie ängstliche Grundschüler
Das Training richtet sich an Kinder, die häufiger in Konflikte geraten oder sich zurückziehen, Probleme im Umgang mit anderen haben und Unterstützung im Umgang mit Gefühlen und Impulsen brauchen. Es soll soziale Fähigkeiten stärken und Kindern helfen, besser in Gruppensituationen zurechtzukommen. Das Angebot findet in einer festen Kleingruppe mit sechs bis acht Kindern statt und erstreckt sich über etwa 15 Termine, die in drei Blöcken durchgeführt werden. Die wöchentlichen Einheiten dauern jeweils eine Stunde mit den Kindern. In der Gruppenstunde wird versucht, möglichst viel Bewegung zu integrieren und Inhalte werden spielerisch und alltagsnah vermittelt. Da Kinder im Schulalltag und bei den Hausaufgaben meist lange sitzen, schafft der bewegungsorientierte Ansatz einen wichtigen Ausgleich und steigert die Motivation und Beteiligung der Kinder.
Während die Kinder in der Gruppe sind, haben die Eltern die Möglichkeit, sich im offenen Elterncafé auszutauschen. Dieser geschützte Raum wird sehr geschätzt - viele Eltern erleben dort, dass sie mit ihren Sorgen nicht allein sind. Im Anschluss an jede Einheit mit den Kindern findet eine Elterngruppe statt, in der eine Fachkraft über Inhalte der Stunde informiert und eventuell einen kleinen fachlichen Input gibt. Durch die begleitende Elterngruppe wird deutlich gemacht, dass Veränderung nicht alleine in der Verantwortung der Kinder liegt. Das Gruppenangebot wird als gemeinsame Teamarbeit verstanden, bei der auch die Eltern eine wichtige Rolle spielen.
Zur Festigung und Übertragung in den Alltag erhalten die Kinder kleine Aufträge für Zuhause. Durchgeführt wird das Training von einer Fachkraft der Beratungsstelle mit Unterstützung einer Honorarkraft oder Praktikantin. Ziel des Trainings ist es, Kinder im Umgang mit ihren Gefühlen, in Konfliktsituationen sowie im sozialen Miteinander zu stärken und Teamfähigkeit zu fördern.