Angebot für Kinder

"Nicht von schlechten Eltern"

Alle Eltern wollen für ihre Kinder nur das Beste! Doch manchmal ist die eigene psychische
Belastung oder Erkrankung zu groß, und die Erwachsenen sind vor allem mit den eigenen
Problemen beschäftigt. Die betroffenen Kinder fragen sich in solchen Situationen häufig
"Was ist nur mit Mama/Papa los? Bin ich vielleicht schuld daran, dass es ihr/ihm so schlecht
geht?"

Die Unterstützung durch unser Gruppenangebot hilft Kindern, besser mit den Problemen ihrer Eltern zurechtzukommen - auch wenn es betroffenen Familien oft nicht leicht fällt, sich bei solchen Themen Hilfe von außen zu holen.

Ziele der Arbeit mit den Kindern

  • Austausch zwischen betroffenen Kindern über die speziellen Erfahrungen in der
    Familie: zum Beispiel Veränderungen in der Familie durch die Erkrankung der Eltern,
    Ängste und Sorgen der Kinder, auch darüber, was gut in der Familie läuft …
  • Besprechung, was Kinder bei schwierigen Situationen in der Familie tun können und
    Erarbeitung eines "Notfallplans" für Krisen. Dazu gehören Fragen wie: "Wen kann ich anrufen und
    um Hilfe bitten, wenn es Mama/Papa wieder sehr schlecht geht?"
  • Anerkennung der Leistungen und Belastungen der Kinder innerhalb der Familie
  • Förderung einer gesunden Identität der Kinder. Dazu gehören Fragen wie: "Was tut mir gut, was
    macht mir Spaß?"
  • Unterstützung beim Ausdrücken von Wünschen und Bedürfnissen
  • Vermittlung von kindgerechten Informationen über die Erkrankung der Eltern: Dazu gehören zum Beispiel Merkmale der Erkrankung, Verlauf, Ursachen und Behandlung.
  • Gemeinsames Erleben unbeschwerter Zeit in der Gruppengemeinschaft

Rahmenbedingungen

  • für Kinder zwischen 6 und 16 Jahren (eine Gruppe besteht aus Kindern gleichen
    Alters)
  • etwa 7 bis 8 Treffen mit jeweils 1,5 Stunden (einmal wöchentlich)
  • je nach Gruppengröße Leitung durch eine Therapeutin/einen Therapeuten oder zwei solche Fachkräfte
  • Vorgespräch und Nachbesprechung mit den Eltern/einem Elternteil